Berlins Problemkieze - Brennpunkte der Kriminalität

Überfälle, Einbrüche, Drogenhandel, Raub, blutige Schlägereinen und Messerstechereien - das ist die traurige Realität in den so genannten Berliner Problemkiezen. Teile von Neukölln, Wedding, Moabit, Schöneberg und Kreuzberg drohen zu rechtsfreien Räumen zu werden.

Neu hinzu gekommen ist der Bezirk Spandau, der gleich vier Problemkieze aufweist, u.a. das Neubaugebiet der Wasserstadt sowie das Falkenhagener Feld, wo sich junge Aussiedler mit Türken "Gebietsstreitigkeiten" liefern.

Erschreckend hierbei ist, dass immer mehr Straftaten von perspektivlosen Jugendlichen verübt werden - die meisten Täter haben dabei einem Migrationshintergrund. Innensenator Erhart Körting (SPD) warnt seit Jahren vor einer Ghettobildung.

Durch die rigorose Sparpolitik drohen auch weite Teile der Bezirke Marzahn, Hellersdorf und Hohenschönhausen zu kippen. Anders als im Westen der Stadt, werden dort vor allem deutsche Jugendliche Opfer rechtsextremer Propaganda, der sie in Ermangelung anderer Perspektiven folgen. Die Folge: ausländerfeindliche Straftaten. Hier bereitet die "linke" Politik, die aber auch rein gar nichts mehr mit Sozialdemokratie zu tun hat, den Rechtsextremen den Boden. Das wollen und werden wir Berliner nicht länger tolerieren! 

Doch was unternehmen Senator Körting und seine Kollegen?

Statt dass der Senat in den Probelmkiezen verstärkt Sozialarbeiter auf die Straße schickt sowie Polizeikräfte patrouillieren lässt, wird auch hier gespart. Hochmotivierte Polizeibeamte erkennen den Handlungsbedarf, jedoch sehen sich die verantwortlich Handelnden nicht in der Lage, wirksame Maßnahmen zu ergreifen bzw. umzusetzen.

Murat G. aus der Soldiner Straße: "Dienstags haben wir ab 22 Uhr sturmfrei! Es hat sich auch bei uns herum gesprochen, dass die Polizei immer dann ihre Beamten Überstunden abbummeln lässt. Praktisch kommt abends keine Polizei mehr in unseren Kiez."

Ingeborg K. aus der Prinzenallee hat vor der Gewalt resigniert: "Ich bin in den letzten zehn Jahren bereits drei Mal beraubt bzw. bestohlen worden - beim zweiten Mal wartete ich über 1½ Stunden auf die Polizei. Jetzt trage ich meine Geldbörse am Körper, in der Handtasche habe ich keine Wertsachen mehr. Beim letzten Überfall habe ich die Polizei gar nicht mehr gerufen!" Frau K. wohnt seit 48 Jahren im Kiez, ist mit 68 Jahren zu alt, um noch einmal umzuziehen.

Bevor diese Bezirke vollends im Chaos versinken - eine Kriminalprävention scheint hier derzeit nicht mehr möglich zu sein - fordern wir:

  • Eine bessere personelle und materielle Ausstattung der Polizei in den Problemkiezen. Zum Beispiel könnten Streifenbeamte des Polizeiabschnitts in ihrem Bereich mit preiswerten Motorrollern ausgestattet werden, um so schneller zu einer Anzeigenaufnahme zu gelangen, einen ersten Eindruck vom Geschehen zu bekommen, anstatt zu zweit in einem teuer geleasten BMW Streife zu fahren.

  • Mehr Prävention durch mehr Sozialarbeiter.

  • Null Toleranz bei Straftätern - konsequentere Anwendung der strafverfolgenden Sofortvorführung beim zuständigen Gericht (max. 2 Wochen, denn die Strafe muss auf dem Fuß folgen).

  • Einrichtung und Förderung von ortsansässigen, gemeinnützigen Vereinen aus den Bereichen Sport, Kultur, Nachbarschaftsläden und Begegnungsstätten unter Einbeziehung der Migranten.

  • Keine weiteren Kürzungen mehr bei Jungendclubs und sozialen Einrichtungen.

Wenn auch Sie in einem Problemkiez wohnen, schreiben Sie uns Ihre Erfahrungen. Teilen Sie uns mit, wie aus Ihrer Sicht die Probleme gelöst werden könnten. Wollen Sie sich in Ihrer Nachbarschaft sozial engagieren, schreiben Sie uns, wir werden versuchen, Ihnen hierbei behilflich zu sein.


Download des Unterstützungsformulars zum Volksbegehren

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