Die Bildungskatastrophe

Wie die Zukunft unserer Kinder zerstört wird

Marode Klassenzimmer, Lehrermangel und Unterrichtsausfall - das Berliner Schulsystem liegt am Boden!

Es ist erschreckend, dass nach der jüngsten PISA-Studie 15-Jährige, die in Berlin eine Hauptschule besuchen, gleichaltrigen Gymnasiasten um fünf Jahre hinterher hinken.

Es ist erschreckend, dass auch in Berlin selbst nach sieben Jahren rot-roter Koalition Kinder aus sozial schwachen Familien immer noch benachteiligt sind und schlechtere Bildungschancen haben als Kinder aus wohlhabenden-  und Akademiker-Familien.

Es ist erschreckend, dass in Teilen Berlins Schulen von privaten Wachleuten gesichert werden müssen. Es kann nicht sein, dass offenbar nur so das weitere Entstehen rechtsfreier Räume verhindert werden kann. Wir wollen, dass alle Schülerinnen und Schüler angstfrei in den Unterricht gehen können. Wir wollen, dass die Schülerinnen und Schüler die Polizei als ihren Partner sehen, und das Erstatten einer Strafanzeige nichts mit Denunziantentum zu tun hat. Hier sind die Lehrer gefordert, sensibel auf entsprechende Anzeichen zu reagieren.

Es ist erschreckend, dass seit sieben Jahre rot-roter Koalition die Zukunft der Berliner Schüler verspielt wird. Das ist eine verlorene Schülergeneration!

Dabei kann die PISA-Studie nicht der Maßstab der Dinge sein, sondern eigentlich nur unsere eigene Schulzeit. Gymnasiasten öffentlicher Schulen von heute sind bestenfalls mit den Leistungen der Realschüler unserer Generation vergleichbar. Es darf nicht sein, dass unsere Kinder zum Spielball immer neuer Experimente für selbsternannte Bildungspolitiker werden.

Wir wollen nicht so weit gehen, wie Erich Ponto als Professor Schnauz im Filmklassiker "Die Feuerzangenbowle", der sagte: "Wenn Bäume gerade wachsen sollen, muss man sie anbinden", aber es kann auch nicht sein, dass den Pädagogen von heute jede Form der Durchsetzung von Autorität genommen wurde. Vielmehr wird jetzt darüber nachgedacht, die Strafmündigkeit von bisher 14 auf das 12. Lebensjahr herabzusetzen. Hierdurch werden viele Jugendliche lediglich kriminalisiert und der erzieherische Effekt ist gleich null, wo vor 30 Jahren noch ein Tadel ausreichend war .

Aber auch Eltern werden nicht früh genug in die Verantwortung genommen. Viele Familien begreifen nicht, dass die Schule bestenfalls Bildungs- und nicht Erziehungsanstalt ist. Werte wie Pünktlichkeit, Disziplin, Ehrlichkeit und Fleiß - Oskar Lafontaine würde sagen "Sekundärtugenden, mit dem man auch ein KZ leiten kann" - werden unzureichend vermittelt. Hier fordern wir, dass Jugendamt und Schule schneller eingreifen können und den Eltern konsequent Angebote zu Erziehungsfragen qualifiziert unterbreiten, und diese gegebenenfalls auch zwangsweise durchsetzen können, damit Sendungen wie "Die Supernanny" überflüssig werden.

Wir wollen wieder ein Schulsystem, in dem Leistung gefordert ist, ein Schulsystem, wo die Schulleiter nach Ihren Fähigkeiten ernannt werden und nicht aus dem Lehrerkollegium gewählt werden (denn da werden bestenfalls die bequemsten zum Chef gewählt, jedoch nicht die Leistungsträger). Schule darf auch nicht nach dem Parteiproporz gemacht werden, sondern die besten Köpfe sind hier gefordert.

Viele Schüler Berlins blicken finster auf ihre zukünftige Rolle in unserer Gesellschaft. Sie sehen nur noch Raffgier (siehe der Fall Klaus Zumwinkel), Egoismus, eine immer größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich und ihre eigene Perspektivlosigkeit. Viele Schüler haben den Glauben daran verloren, dass ihre Schulbildung sie einmal in einen Beruf bringen wird, der sie erfüllt.

Wir fordern:

  • Wiedereinführung der Lernmittelfreiheit für sozial Schwache.

  • Aufstockung des Bildungsetats für die allgemeinbildenden- und Berufsschulen.

  • Weitgehende Entscheidungsfreiheit der Schulleitungen, wie und wann sie die ihnen bewilligten Mittel verwenden (damit der Unsinn mit der Stichtags bezogenen Ausgabe des Jahresetats beendet wird).

  • Änderung des § 11 Berliner Hochschulgesetzes, Neufassung: Wer seit drei Jahren seinen Hauptwohnsitz in Berlin hat, wird auf Antrag zum Studium an einer Hochschule oder Fachhochschule zugelassen. Ausschlaggebend für die Fortführung des Studiums sind die Studienleistungen.

  • Einführung von Studiengebühren für Besserverdiener, bei gleichzeitiger Einführung von Stipendien für sozial Benachteiligte, welches diesen ein zügiges Studium ermöglicht, ohne nebenbei jobben zu müssen. Hiermit soll Endlosstudenten ein Riegel vorgeschoben wird und Studenten aus sozial schwache Familien ein Mehr an Chancengleichheit eröffnet werden.

  • Einbindung der Berliner Wirtschaft in das Unterrichtssystem bereits ab der 7. Klasse, damit bedarfsgerecht ausgebildet wird und Schüler frühzeitig realisieren, wofür sie lernen und zielorientierter motiviert werden.

  • Einführung einer Stipendien-Abgabe für prosperierende Unternehmen, die sich ihrer sozialen Verantwortung dadurch entziehen, dass sie nicht ausbilden.

  • Kostenlose und spielerische Sprachkurse für Kinder mit Migrationshintergrund, bereits ab dem 4. Lebensjahr, sowie bei Bedarf auch für die Eltern (Pflichtschulungen bei ungenügenden Sprachkenntnissen).

Wir wollen, dass alle Kinder Berlins angstfrei in Ihre Zukunft sehen können!


Download des Unterstützungsformulars zum Volksbegehren

Antrag zur Unterstützung des Volksbegehrens zur Herbeiführung von
Neuwahlen zum Abgeordnetenhauses von Berlin (PDF)

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